Ich werde ein Goldfisch

"IM NÄCHSTEN LEBEN WERDE ICH EIN GOLDFISCH!"

Marie spricht diesen Satz in der Blitzlichtrunde im Training aus.
Auf kurze Stille folgt das Lachen wirklich

aller Teilnehmer:innen.
Wir gehen komplett in Resonanz. Es ist spürbar. Es fühlt sich an wie ein zutiefst entlastendes Lachen.

ABER WARUM – WAS WAR PASSIERT?
Ich erinnere mich nur zu gut an meine ersten Seminare im Studium zur diplomierten Coachin.
Diese oft sehr philosophischen Inhalte. Neue Welten taten sich auf. Alles schien möglich. Grenzen lösten sich auf. Puzzleteile fügten sich.
Ich fing an,

mich zu verstehen.
Meinen inneren Antrieb.
Mein Suchen nach Geborgenheit.
Meine Begeisterungsfähigkeit.
Mein konstantes Streben nach mehr.
Meine Leidenschaft für die Entwicklung von Menschen.

Dann war da dieses Spannungsfeld:
Euphorie:

Wow, das erklärt wirklich viel.
Mit gleichzeitiger Überforderung:

Und jetzt? Was heißt das alles für mich? Was mache ich denn damit?

JA:
Mehr Bewusstsein wiegt auf den ersten Blick oft schwerer als Nicht-Wissen.
Nicht, weil Wissen belastet, sondern weil es etwas Unumkehrbares mit sich bringt:
Bewusstsein bedeutet Freiheit.
Und es gibt keine Freiheit ohne Übernahme von Verantwortung.

In dem Moment, in dem wir sehen, können wir nicht mehr wegsehen.
In dem Moment, in dem wir verstehen, können wir nicht mehr so tun, als verstünden wir nicht.
Es ist, als würde sich ein inneres Paradigma verschieben.
Einmal erkannt, lässt es sich nicht zurückdrehen.

Das fühlt sich manchmal vielleicht an wie Verlust.
Der Verlust von Unschuld. Von Einfachheit. Vielleicht auch von Bequemlichkeit.

Diese Reaktion ist zutiefst menschlich.
Eben der Wunsch nach dem Goldfisch.
Nach

nochmal kurz zurückdrehen und vergessen.
Nach

noch nicht sehen müssen.

Und trotzdem: WIR HABEN DIE WAHL. Immer.
Erleben wir Bewusstsein als Bürde oder erkennen wir es als das, was es eigentlich ist:

DER MOMENT, IN DEM GESTALTEN BEGINNEN KANN.
Nicht als zusätzliche Aufgabe.
Schon gar nicht als moralischer Anspruch, sondern als innere Freiheit, die Dinge nicht nur hinzunehmen, sondern sie bewusst zu beeinflussen – ich nenne das WIRKSAM SEIN.

UND WAS HAT DAS MIT DIR ZU TUN?
Mehr, als dir vielleicht manchmal lieb ist.
Denn Führung beginnt genau hier. Nicht im Außen. Nicht im System.
Führung beginnt in der Frage,

ob wir bereit sind, Verantwortung für das zu übernehmen, was wir (längst) sehen.

Nicht zu entscheiden, nicht zu gestalten, nicht zu führen – das ist auch eine Entscheidung.

Und genau deshalb gilt:

Ob und wie wir führen, gestaltet Organisationen, gestaltet Gesellschaft, gestaltet unsere Wirklichkeit.

Und damit – ganz konkret – die Qualität unseres eigenen Lebens.

Here’s to clarity
Deine Wiebke

PS.Ich schreibe diesen Newsletter für Unternehmer:innen und Entscheider:innen, die viel Verantwortung tragen und wenig Zeit für echten Denkraum haben.

Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Impulse zu setzen, die ordnen, entlasten und neue Perspektiven öffnen – jenseits von Methoden und schnellen Lösungen.

Die Gedanken hier sind Mentoring in Schriftform. Eine Einladung an dich, sie im Führungsalltag in die Praxis zu bringen. Nicht im Sinne von „mehr machen“, sondern bewusster.

Let´s take a different approach.

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